Heeres-Munitionsanstalt
Berka
Objektdaten

  • Ausbau ab Mai 1938
  • Fertigungs- und Lagerbereich (Kalischacht) auf 93000 m2 [4], Fertigungsgebiet
  • seit 1914 Anschlussbahn vom Bahnhof Berka
Nutzungsgeschichte

  • Kalischachtanlage der Wintershall A.G., Kassel
  • 01.08.1937 Aufstellung Heeres-Munitionsanstalt (Bw) Berka [6]
  • Einlagerung von Pulver, Sprengstoffen und Munition im Schacht I, Untertagefertigung 5-cm-Pak im Schacht II [5]
  • bis 1942 Bau eines Fertigungsgebiets am Schacht II (8 Lagergebäude, 3 Munitionsarbeitshäuser)
  • 01.04.-15.07.1944 Beräumung des Schachts Abteroda für Fertigung von Flugmotoren BMW 801 und
    Strahltriebwerken TL 003 der BMW Flugmotorenfabrik G.m.b.H., Eisenach (Deckname Bär) [3]
  • Juli 1944 Einrichtung eines Lagers für Häftlinge des KZ Buchenwald (Außenkommando "Anton")
  • Oktober 1944 Fertigungsbeginn
  • 03.04.1945 Besetzung durch amerikanische Einheiten
  • bis 1947 Bergung der Munitionsbestände und Sprengung bei Unterellen, Demontage der Flugzeugfabrik
  • 1948-53 Bergung und Verwahrung eingelagerter Kampfstoffe
  • 1967 Einstellung der Kalisalzförderung, Nachnutzung Schacht II als Wetterschacht des Grubenfelds Springen
  • 2005 Abriss der denkmalgeschützten Schachtgebäude Abteroda
Karte

Quellen

[1] Baranowski: "Die verdrängte Vergangenheit - Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Nordthüringen", Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2000
[2] Gezähekiste, Hefte 01/2012 und 02/2012
[3] BArch R 3101/31186
[4] BArch R 3101/31187
[5] BArch RW 21-17/14
[6] BArch RH 15/2727