Heeres-MunitionsanstaltBernterode
Objektdaten
- Vorerkundung ab Mai 1934
- Ausbau ab November 1935
- Lagerbereich (Kalischacht), Fertigungsgebiet im Schmalenbachtal, Luftschutzstollen
- Anschlussgleis vom Bahnhof Bernterode (Strecke Halle - Hannover Münden)
Nutzungsgeschichte
- Kalischachtanlage der Deutsche Kaliwerke A.G.
- 22.09.1926 Übernahme durch Wintershall A.G., Kassel
- 07.03.1931 Einstellung der Förderung
- 15.04.1935 Übernahme durch Heeresverwaltung [2]
- 15.10.1935 Aufstellung Heeres-Munitionsanstalt (Bw) Bernterode [4]
- 1936-38 Bau eines Fertigungsgebiets (Lagergebäude, 5 Munitionsarbeitshäuser, Heizhaus, Wirtschaftsgebäude)
- Sommer 1936 Einlagerung der ersten Munitionsbestände
- Herbst 1939 Einrichtung unterirdischer Munitionsarbeitsstätten
- Herbst 1944 Einlagerung von Natriumpermanganat ("Z-Stoff") für Raketenantriebe
- 27.04.1945 Besetzung durch amerikanische Einheiten
- 04.07.1945 Zerstörung der Schachtröhre "Preußen" durch Sprengstoffexplosion (Oktober 1945 Verschluss)
- ab Dezember 1945 Bergung der Munitionsbestände, Sprengung bei Sollstedt
- 1947 Übernahme durch das Land Thüringen
- ab 1948 Nutzung des Verwaltungsgebäudes durch VEB Baumwollweberei Bernterode (später VEB Cottana)
- 1952 Einstellung des Pumpenbetriebes
- Juli 1953 Übernahme der Schachtanlage durch VEB Kaliwerk Sollstedt
Karte [3]
 © Public Domain, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University
Quellen
[1] Baranowski: "Die verdrängte Vergangenheit - Rüstungsproduktion und Zwangsarbeit in Nordthüringen", Mecke Druck und Verlag, Duderstadt 2000
[2] Gezähekiste, Heft 02/2011
[3] Messtischblatt 4528 "Worbis", Stand 1945
[4] BArch RH 15/2727
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