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Eisenbahnen in Sachsen


Meuselwitz — Spora
Streckengeschichte

Für den Eisenbahnanschluss der "Zuckerfabrik Spora A.G." nebst zugehöriger Braunkohlengrube Nr. 279 wurde am 05.10.1880 ein Gleis vom Bahnhof Meuselwitz in Betrieb genommen. Die Fabrik gab bereits 1899 ihre Produktion zu Gunsten der Braunkohlenverwertung auf.
Am 01.07.1902 übernahmen die Königl. Sächs. Staatseisenbahnen das private Anschlussgleis als öffentliche Güterverkehrsstrecke. In Spora bestand die Möglichkeit, Güter auf die im November 1901 eröffnete private 1000-mm-spurige Strecke Gera-Pforten - Wuitz-Mumsdorf umzuladen. Inwieweit dies tatsächlich stattfand, ist fraglich, da als Spurwechselbahnhof die Station Wuitz-Mumsdorf an der Strecke Zeitz - Altenburg fungierte.
Die Betriebslänge der Strecke wurde zur Übernahme mit 1,60 km angegeben, im Jahr 1914 mit 2,15 km (vermutlich durch Verlegung des Streckenanfangs). Zum 01.11.1923 stufte man die Nebenbahn Meuselwitz - Spora als Werkbahn zurück. Die Brikettfabriken der Leonhard A.G. waren seit 1926 mit einer schmalspurigen Grubenbahn (900 mm) verbunden, die bei Meuselwitz die Werkbahn überquerte. Zum 01.11.1960 endete der Güterumschlag in Spora. Bis zur Stilllegung wurden die Brikettfabriken "Zipsendorf II" und "Zipsendorf IV" des BKW Zipsendorf noch regelspurig bedient. Der Rückbau des Gleises dürfte in den 1970er Jahren erfolgt sein.

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Quellen

[1] Franz, Heinrich, Taege: "Die Schmalspurbahn Gera-Pforten - Wuitz-Mumsdorf", EK-Verlag GmbH, Freiburg 1998
[2] Preuß: "Sächsische Staatseisenbahnen", transpress Verlagsgesellschaft mbH, Berlin 1991
[3] LMBV mbH: "Braunkohlenveredlung in Mitteldeutschland, Teil II", Eigenverlag, Senftenberg 2011