Verborgenes und Verbotenes im Osten


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U-Verlagerung
Dresden-Plauen, Felsenkellerbrauerei - Objekt Martha

Im Decknamenverzeichnis der U-Verlagerungen des Zweiten Weltkrieges ist auch die Dresdner Felsenkellerbrauerei mit der Tarnbezeichnung Martha zu finden.
Die 1857/58 erbaute und mehrfach erweiterte Brauerei im Weißeritztal, zwischen Dresden und Freital direkt an der Eisenbahnstrecke gelegen, verfügt über neun Stollen. Diese sind jeweils 66 m lang bei einem Querschnitt von 6 x 6 Metern. Am Ende befindet sich ein 140 m langer Verbindungsgang. Im Schlusstein jedes Stolleneinganges befand sich früher eine eingemeißelte römische Zahl.

Ob kurz vor Kriegsende tatsächlich Umbauten in den Brauereikellern vorgenommen wurden, ist nicht bekannt. Bei den äußeren Stollen wurde die Durchfahrtshöhe vergrößert - ein Indiz des Ausbaus? Angeblich sollte die Lampenproduktion der Berliner OSRAM GmbH für die Luftwaffe hierher ausgelagert werden.
In den 90er Jahren gab es für einige Zeit einen "Grotten-Flohmarkt". Derzeit werden die Brauereikeller von verschiedenen Einrichtungen genutzt. Der Stollen 4 dient z.B. dem "Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V." als Messlabor.

Fotos

Brauereigebäude





Stollen





© 2006 Jens Herbach