Verborgenes und Verbotenes im Osten


Home

Links

Abkürzungen

Typenbauten

Bunker 3D

Standorte

Gästebuch

Impressum

Disclaimer


Auslagerung
Cotta b. Pirna, Eisenbahntunnel

Beim Bau der Eisenbahnstrecke Pirna - Großcotta entstand 1893/94 ein 256 m langer Tunnel zum Anschluss der Sandsteinbrüche im Lohmgrund. Da der Tunnel planmäßig nur durch Güterzüge befahren wurde und beidseitige Holztore vorhanden waren, wählte man das Bauwerk im Sommer 1944 für die Einlagerung von Dresdner Kunstwerken aus. Die erste Lieferung bestand aus 317 Gemälden der Galerie "Alte Meister". Im Oktober 1944 traf eine zweite Lieferung ein, darunter die berühmte "Sixtinische Madonna" von Raffael. Die Bilder lagerten notdürftig gesichert auf einem Güterwagen. Für die Wachmannschaft hatte man im Tunnelinneren eine 32 m lange Baracke errichtet. Als zum Kriegsende die Klimatisierung im Tunnel ausfiel, waren die Gemälde durch Kälte und Feuchtigkeit bedroht. Erst im Sommer des Jahres barg man die unwiederbringlichen Kostbarkeiten.

Die Eisenbahnstrecke wurde 1963 teilweise stillgelegt und der Gleisabschnitt am Tunnel bis 1979 abgebaut. Das Bauwerk war Mitte der achtziger Jahre noch begehbar, wurde jedoch später beidseitig zugemauert. Durch eine Gitterluke im talseitigen Portal ist aber der Blick ins Tunnelinnere möglich.

Fotos

Tunnelportal Großcotta



Tunnelportal Lohmgrund





Sprengmittellager im Lohmgrund

Quellen

pgc.railserve.de
Infotafel Heimatverein Cotta e.V.


© 2006 Jens Herbach