Verborgenes und Verbotenes im Osten


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U-Verlagerung
Porschdorf, Stollenauffahrung Polenztal - Objekt Mondstein / Schwalbe 3

Erst wenige Monate vor Kriegsende begann die Fa. "Lehmann & Co." im unteren Polenztal bei Porschdorf unter dem Decknamen Mondstein die Arbeiten an einer U-Verlagerung für die "Sudetenländischen Treibstoffwerke AG" in Brüx. Die dort zu installierende Anlage Schwalbe 3 sollte Flugbenzin und Treibgas produzieren, die Inbetriebnahme der ersten Baustufe war für den 15.07.1945 vorgesehen. Ab dem 03.02.1945 kamen unter Aufsicht der OT-Sonderbauleitung Königstein auch Häftlinge des KZ Flossenbürg zum Einsatz, die im Ortsteil Gluto untergebracht waren.
Bis zum Abbruch der Arbeiten am 02.05.1945 stellte man ca. 15 m des ersten Stollens und einen 10 m langen Querschlag fertig. Der Stollen ist in einem aufgelassenen Steinbruch am Ausgang des Polenztales zu besichtigen. Spuren einer Sprengung und damit einen Hinweis auf die Fortsetzung des Stollens gibt es nicht. Die vorbereiteten Bohrlöcher für den Vortrieb sind noch erkennbar.
Weiter oberhalb im Tal, in der Nähe der Waltersdorfer Mühle, sind einige Fundamente für Tanks auffindbar. Die moosbewachsenen Betonklötze wirken wie Fremdkörper im reizvollen Talgrund und scheinen für die Ewigkeit gebaut.

Fotos

Stollen 1



Fundamente



Quellen

www.geschichte-pirna-de
www.keom.de
www.team-delta.de


© 2007 Jens Herbach