VerwaltungDresden-Klotzsche, LKS 1Im Rahmen des Neubaus des Dresdner Verkehrsflughafens in Klotzsche begannen im Mai 1935 in einem Waldgebiet nahe des Flughafens die Arbeiten an der Dresdner Luftkriegsschule. Der Deckname lautete Dora 1. Die Gebäude wurden nach den Plänen des Luftwaffen-Architekten Professor Ernst Sagebiel errichtet, der seinerzeit auch die Entwürfe für das Reichsluftfahrtministerium und den Berliner Flughafen Tempelhof entwickelte. Neben Sagebiel waren auch die Architekten Walter und Johannes Krüger beteiligt. Als Muster für die Anlage diente die spätere Luftkriegsschule Gatow. Für den Baustofftransport existierte seit 1934 ein Anschlussgleis vom Bahnhof Klotzsche. Insgesamt entstanden mehr als 60 Gebäude, darunter Ausbildungs-, Unterkunfts- und Verwaltungsbauten, Offizierswohnhäuser, eine Schwimmhalle, ein Lazarett, drei Heizhäuser sowie Wirtschaftsgebäude. Das Zentrum bildete ein großes Hörsaalgebäude, bestehend aus einem Mitteltrakt und zwei Seitenflügeln. Am 16.04.1936 wurde die Luftkriegsschule Dresden, als erste im Deutschen Reich, durch den Generalinspekteur der Luftwaffe, General Milch, eröffnet. Am 9. Mai des Jahres fand das offizielle Richtfest statt. Erster Kommandeur war Generalmajor Oskar Kriegbaum.
Ab Januar 1940 wurde das Objekt als LKS 1 bezeichnet. Zugeordnete Flugplätze waren Dresden-Heller, Kamenz und Riesa-Leutewitz. Im Zuge der Kriegsereignisse löste man die LKS 1 am 15.03.1945 auf. Zu Kriegsende wurden u.a. die Sendestelle und die Telefonzentrale von der Luftwaffe gesprengt, die restlichen Anlagen fielen der Roten Armee unzerstört in die Hände. Mitte der 50er Jahre zog mit dem Flugzeugwerk Dresden (ab 1961 VEB Flugzeugwerft) ein ziviler Nutzer in die LKS ein. Die Wartung von Militärmaschinen war jedoch weiterhin ein fester Bestandteil, zumal die TS-24 der NVA einen Teil des Objektes beanspruchte.
Nach 1990 wurde das Gelände der LKS zunehmend ziviler. In die sanierten Gebäude zogen Bildungsträger, zwei Landesbehörden und ein Sicherheitsunternehmen ein. Es gibt ein Altenpflegeheim, eine Außenstelle des Klotzscher Gymnasiums und zahlreiche Firmen-Neuansiedlungen. Leider werden die ungenutzten Sozialgebäude dem Verfall preisgegeben. Früher existierten zwischen den Gebäudegruppen befahrbare Versorgungstunnel. Nach der Wende wurden diese schrittweise zurückgebaut. Abgesehen von einem Luftschutzbunker aus DDR-Zeiten finden sich nur geschützte Kellerräume aus WK II.
FotosHauptwache/Torhaus

Kommandantur
Kommandantenwohnhaus
 
Lehrgebäude
Hörsaalgebäude
 
 
Unterkunftsgebäude
  

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