Verborgenes und Verbotenes im Osten


Home

Links

Abkürzungen

Typenbauten

Bunker 3D

Standorte

Gästebuch

Impressum

Disclaimer


Truppenübungsplatz
Königsbrück

Die Geschichte des Königsbrücker Truppenübungsplatzes begann am 18.03.1907, als der Deutsche Reichstag der Errichtung eines 4588 ha großen Übungsgeländes in der Heide nördlich von Königsbrück zustimmte. Geplant waren dafür 11,8 Mio. Reichsmark. Königsbrück war seit Oktober 1893 Garnisonsstadt. Die Einwohner der Dörfer Quosdorf, Otterschütz und Zietsch hatten sich 1906 zum Verkauf ihres Eigentums bereit erklärt. Der Übungsbetrieb begann 1908. Während des Ersten Weltkrieges brachte man in Königsbrück rund 15000 Kriegsgefangene unter.
In einem 1935 erlassenen Gesetz beschloss man die Erweiterung des Übungsplatzes, der ab 1919 der Wehrmacht unterstand. Bis zum 01.04.1938 mussten sieben weitere Dörfer geräumt werden: Bohra, Krakau, Naundorf, Rohna, Sella, Steinborn und Zochau. Das Militärgelände umfasste damit 7800 ha.

Nach Kriegsende blieb das Areal von der 11. PD der Roten Armee besetzt, die ihre Regimenter 40 und 44 in Königsbrück stationierte. Vier Dörfer wurden neu besiedelt, aber nach kurzer Zeit wieder geräumt. Nur Naundorf blieb ab 1947 in ziviler Hand. Die übrigen Siedlungen verschwanden im Laufe der Zeit bis auf Reste der Grundmauern.
Im Jahr 1967 begann der Bau der Panzerschule bei Röhrsdorf. Das Neue Lager wurde um mehrere Fahrzeughallen erweitert. Am Nordrand des Geländes entstand ein Führungsbunker und 1984 stationierte man die ersten Mittelstreckenraketen mit atomaren Sprengköpfen.
Zwischen Dezember 1990 und August 1992 fand der Abzug der russischen Truppen statt. Am 06.10.1992 wurde der ehemalige Truppenübungsplatz durch das Dresdner Regierungspräsidium zum Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide" erklärt. In zwei Verordnungen sprach man 1996/97 ein Betretungsverbot für das gesamte Gebiet aus.

Die Spuren der militärischen Nutzung bei Königsbrück sind so vielfältig, dass bei weitem nicht jedes Objekt fotografiert werden kann. Leider schreitet der Abriss der zum Teil sehr desolaten Anlagen zügig voran.

Führungsbunker

Beobachtungsbunker

Kernwaffenlager

Tanklager

Munitionslager

Panzerschule Röhrsdorf

Kasernen Königsbrück

Lager Zeißholz

Fotos









Quellen

www.koenigsbrueck.de
"Besucherkonzept für die Königsbrücker Heide", Universität Paderborn/Reppel + Lorenz, 2003


© 2008 Jens Herbach