Verborgenes und Verbotenes im Osten


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Flugplatz
Finow, 787 IAP
Bunkertypen: 30x GDF 2/13, 10x GDF 1/16, 18x GDF 3/16

Bei Finowfurt wurde zwischen 1938 und 1941 ein Fliegerhorst der Luftwaffe angelegt. Errichtet wurden fünf Flugzeughallen und ab 1941 befestigte Startbahnen. Nach Eberswalde bestand ein Gleisanschluss. Bei Luftangriffen erlitt die Anlage schwere Schäden, den Rest besorgten deutsche Truppen im Mai 1945 mit Sprengungen an der Startbahn.

Zu Kriegsende fiel der Flugplatz an die Rote Armee. Die Flugzeughallen ließ man abreißen. Die SLB wurde in den folgenden Jahrzehnten auf insgesamt 2520 m verlängert. Ab 1970 war in Finow ein Jagdfliegerregiment stationiert. Die anfangs vorhandenen offenen Splitterschutzboxen wurden in dieser Zeit durch geschlossene Bogendeckungen vom Typ AU-16 ersetzt. 1976 folgten weitere Flugzeugbunker vom Typ AU-13 sowie ein Gefechtsstand. Noch bis Ende der 80er Jahre fanden Sanierungs- und Erweiterungsmaßnahmen auf dem Flugplatz statt.

Im Juli 1993 verließen die letzten russischen Flugzeuge Finow. Heute wird ein kleiner Teil des Areals als Verkehrslandeplatz genutzt. In der nördlichen Dezentralisierungszone ist ein sehenswertes privates Luftfahrtmuseum beheimatet.
Im Wald bei Eberswalde findet man eine einzelne verschlossene Bogendeckung, die vermutlich als Sendestelle diente.

Funkfeuer

Fotos



Bogendeckungen GDF 2/13





Unterkunftsbereich





Museum









Sendestelle



Quellen

Freundt/Büttner: "Rote Plätze", AeroLit Verlag, Berlin 2007


© 2008 Jens Herbach