FlugplatzZerbst, 126 IADBunkertypen: 20x GDF 2/11, 20x GDF 2/13Um 1936 hatte das Bemühen der Stadt Zerbst um die Einrichtung eines Fliegerhorstes Erfolg: Auf 420 ha begann der Bau eines Flugplatzes zur Stationierung einer Staffel des Jagdgeschwaders 232. Als eine der ersten Bauten wurde das Heizhaus errichtet. Die Werfthalle und drei Hangars wurden von der "Siegener AG für Eisenkonstruktionen, Brückenbau und Verzinkerei Geißweit" gebaut. Auch namhafte Unternehmen, wie Siemens und Dyckerhoff, waren am Flugplatzbau beteiligt. Das Gelände erhielt einen eigenen Gleisanschluss. Während des Krieges befand sich in Zerbst eine Jagdfliegerschule, in den Jahren 1944/45 auch Betriebe der Rüstungsindustrie. Die seit 1944 befestigte SLB soll zu Kriegsende ca. 2000 m lang gewesen sein (andere Quelle 2400 m).
Nach der Räumung des Fliegerhorstes im Mai 1945 nutzte die Rote Armee die vorhandenen Anlagen für eine Jagdfliegerdivision. Bis Ende der 60er Jahre wurden Unterkunftsgebäude, Munitionslager, Splitterschutzstände und 20 Bogendeckungen AU-11 eingerichtet. Ab 1970 folgten weitere Baumaßnahmen, u.a. neue Plattenbau-Wohnhäuser, weitere 20 Bogendeckungen des größeren Bautyps AU-13 und ein Divisions-Gefechtsstand auf dem Areal der früheren Flak-Stellung.
Die letzten Flugzeuge verließen Zerbst im August 1992. Heute ist das Gelände ungenutzt, die Bauwerke verfallen oder wurden bereits abgerissen.
Fotos

Flugzeughallen

Bogendeckungen GDF 2/13

Munitionslager
  
 
  

Unterkunftsbereich
 
Verschiedenes
  

QuellenFreundt, Büttner: "Rote Plätze", AeroLit Verlag, Berlin 2007
© 2008 Jens Herbach
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