FührungsbunkerKlein Köris, HNZ-02/WE-02Bunkertypen: MB 3, 3x FB-75-Stern, 6x FB-2, 25x FB-3In einem militärischen Sperrgebiet nahe Klein Köris wurde ab 1969 die Reserveführungsstelle des MfNV (zugleich Führungsstelle StCCTB und StCCRD) errichtet. Eine 3,8 km lange HSA umschloss das 70 ha große "Objekt 16/012". In mehreren Bauetappen entstand ein Vielzahl von Fertigteilbunkern für den Stab und die technische Sicherstellung. Die einetagigen FB-2 besaßen jeweils ein monolithisches Zugangsbauwerk mit Filterventilationsanlagen und einem Wasserreservoir für den autonomen Betrieb. Die zweigeschossigen FB-75-Sterne mit umfangreicher technischer Ausstattung wurden ab 1980 gebaut. Das einzige monolithische Bauwerk war ein Nachrichtenbunker vom Typ MB 3.
Alle größeren Bunker waren untereinander mit einem 400 m langen Hauptstollen und einem 280 m langen Seitenstollen verbunden. Die Stollen mit trapezförmigem Querschnitt waren nicht hermetisierbar und verfügten über eine Zwangsbelüftung. Im Gelände verteilten sich neun Zugänge und Notausstiege. Im Technikbunker waren die Wasserversorgung, die Elt-Verteilung und zwei Dieselgeneratoren zu je 400 kVA Leistung untergebracht. Das Tanklager befand sich in einem monolithischen Anbau mit Montageschacht. Der Bunker ersetzte ab 1980 zum Teil die ungeschützten technischen Anlagen (Wasserwerk, zwei mobile NEA) im Außenbereich. Bauausführend war das IBR-12 in Neiden.
Teilobjekte
TO 01 - TO 20 Stabsbunker (FB-3)
TO 21/21a Nachrichtenbunker (2 FB-3)
TO 22 Lagezentrum (FB-2)
TO 22a Lagezentrum
TO 23 - TO 25 Stabsbunker (FB-3)
TO 26 - TO 30 Stabsbunker (FB-2)
TO 31 Trafostation
TO 44 Stabsbunker (FB-75-Stern)
TO 45 Stabsbunker (FB-75-Stern)
TO 52 Stabsgebäude (geschützter Keller)
TO 53 Nachrichtenbunker (MB 3)
TO 54 Technikbunker (FB-75-Stern) Bis 1989 war die Wartungseinheit 2 für die Sicherstellung der Anlage zuständig. Die oberirdischen Anlagen bestanden aus mehreren Stabsgebäuden, einem Sanitärbau für die FB-3-Besatzungen und weiteren Kasernenbauten außerhalb der Parkzone. Genutzt wurde das Objekt lediglich für die periodisch durchgeführten Übungen des NVR. Mit der Inbetriebnahme des Bunkers Harnekop um 1976 entfiel die Funktion als Reserveführungsstelle und Klein Köris wurde zusammen mit der Sendestelle als Ausbildungsobjekt umgenutzt. Nach dem Abschluss der Modernisierung übergab man die Bunkeranlage 1985 an die Hilfsnachrichtenzentrale 2.
Zwischen August 2003 und 2005 wurden die oberirdischen Anlagen, die TO 22a, 30, 53, 54 sowie alle FB-3 abgerissen. Geblieben sind zwei FB-75-Sterne (Stabsbunker) und fünf FB-2, nach wie vor durch ein Gangsystem verbunden. Sinnlose Zerstörungswut hat leider auch hier ihre Spuren hinterlassen ...
abgesetzte Sendestelle
Fotos
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Notausgänge
    
Verbindungsgang
     
   
TO 22
    
   

TO 26
  
   
 
TO 27
   
  
TO 28
  
 
TO 29
    
 
TO 44
   
    
    
   
   
 
TO 45
   
   
  
   
   
  
 
QuellenBergner, Paul: "Programm Delphin", Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis/Meiningen 2007 Best, Stefan: "Geheime Bunkeranlagen der DDR", Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2004
© 2008 Jens Herbach
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