Verborgenes und Verbotenes im Osten


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Nachrichtenbunker
Wittenberg, Kriegssendezentrum GSSD

In der Nähe von Lutherstadt Wittenberg befand sich ein sowjetisches Militärgelände, auf dem das Kriegssendezentrum der GSSD errichtet wurde. Fakten zum Bau und Betrieb des zweietagigen Bunkers sind bisher nicht bekannt geworden. Geht man von den 250 Litern Diesel der Tagestanks für die Generatoren aus, dürfte der Bunker für mindestens 14 Tage Dauerbetrieb unter Verschluss eingerichtet gewesen sein.
Zwei mehrstufige Schleusenbereiche, die eine Schutzklasse B vermuten lassen, führen ins Ober- und Untergeschoss. Das monolithische Bauwerk verfügt im Untergeschoss über ein selten anzutreffendes stickstoffgedämpftes Tragwerk. Dieses besteht aus vier Amortisatoren Typ PKU-40-540 (Baujahr 1987).

Die Technik ist bis auf die Rohrleitungen und Tanks weitgehend ausgebaut, was die Zuordnung der Räume erschwert. Die Aufbauten wurden schon in den 90er Jahren abgerissen, der Stabszugang zubetoniert, der Montageschacht verschüttet.
Die Begehungen der Neuzeit wurden erst mit einigem Aufwand möglich und sind nicht ungefährlich.

Fotos



Gefechtszugang UG 1





Personalzugang UG 2





UG 1 - Senderäume





UG 1 - Küche / Speiseraum



UG 1 - Sanitäranlagen





UG 1 - Kabeleinführung / Notausgang



UG 1 - sonstige Räume





UG 1 - Verbindungsgänge



Verbindungstreppen



UG 2 - NEA-Raum



UG 2 - Betriebsstofflager





UG 2 - Klimablock



UG 2 - Filteranlage





UG 2 - Wasserversorgung





UG 2 - Feuerlöschanlage





UG 2 - Tragwerk







UG 2 - Medieneinführung / Notausgang





UG 2 - Kabeleinführung





UG 2 - sonstige Räume







UG 2 - Verbindungsgänge

Quellen

Bergner, Paul: "Programm Delphin", Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH,
Zella-Mehlis/Meiningen 2007


© 2008 Jens Herbach