Verborgenes und Verbotenes im Osten


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Führungsbunker
Jeßnitz, GGS Frontfliegerkräfte/TLA

Zwischen Jeßnitz und Gräfenhainichen befand sich eine Bunkeranlage, die nach Aussage eines Zeitzeugen als gemeinsamer Gefechtsstand der Frontfliegerkräfte des Heeres und der Truppenluftabwehr fungierte. Der Bau erfolgte vermutlich in den späten 70er Jahren, da ein anderer Führungsbunker im Umkreis keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr bot.
Das zweietagig nutzbare Bauwerk besteht aus zwei parallelen, ca 30 m langen Fertigteilröhren des "Granit"-Typs, die beidseitig durch monolithische Kopfbauten abgeschlossen werden. Da der Bunker in Geländehöhe errichtet wurde, war eine mächtige Erdüberschüttung erforderlich. Ein Zugangsbauwerk mit Schleusenbereich führte von einer vorgelagerten Baracke in den Bunker, an der Rückseite befand sich ein Montagezugang.

Im April 2004 wurde das mittlerweile verwüstete Bauwerk endgültig verschlossen. Die oberirdischen Anlagen und die Bunkeraufbauten hat man abgerissen. Erhalten geblieben sind die tiefen Dränageschächte, zwei geschützte Kabeleinführungen und der externe Tiefbrunnen.

Fotos

Die gelb markierten Fotos wurden bereitgestellt von www.abenteuer-heimat.de. Vielen Dank!



Brunnen



Bunker



Bunker - Zugänge





Bunker - Kabeleinführungen



Quellen

www.bunkernetzwerk.de
Bergner, Paul: "Programm Delphin", Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH,
Zella-Mehlis/Meiningen 2007


© 2007 Jens Herbach