Verborgenes und Verbotenes im Osten


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Luftschutzstollen
Dresden-Dölzschen, König Friedrich August-Hütte AG

Bereits 1794 gründete der aus Stolpen stammende Hammerschmied Johann Gottfried Ulbricht einen Eisenhammer auf Dölzschener Flur im Weißeritztal. Nach mehreren Betriebserweiterungen und wechselnden Eigentümern kaufte im September 1924 die "Sächsische Maschinenfabrik" in Chemnitz das Werk. Schon vier Jahre später stieß man die Hütte wieder ab. Während der Weltwirtschaftskrise mussten einige Betriebsteile schließen. Man produzierte Gussteile und Maschinen, ab 1939 auch Rüstungsbedarf für die Wehrmacht.
Zu Kriegsende wurde das Eisenhammerwerk Dölzschen vollständig demontiert. Nach dem Übergang zum VEB setzte man die Tradition der Gießereierzeugnisse fort - bis heute ein erfolgreicher Weg.

Im steilen Hang des Weißeritztales, in unmittelbarer Werksnähe, wurde vermutlich 1944/45 ein Stollensystem zu Luftschutzzwecken angelegt. Von einstmals vier Zugängen ist noch einer begehbar. Eine Inschrift mit dem Datum "9/1/1945" könnte auf den Tag der Fertigstellung verweisen. Der parallel zum Hang verlaufende Hauptstollen ist über 200 m lang. Die in den Berg getriebenen Kammern enden zumeist nach wenigen Metern. Einbauten sind nicht vorhanden. Wahrscheinlich wurde der weitere Vortrieb aufgrund der Kriegsereignisse eingestellt.

3D-Modell

Grundriss

Abmessungen: 220 x 40 m
Nettogrundfläche: 840 m²

1 - Zugang

Fotos





Quellen

"Sächsische Zeitung" vom 24.10.1996
www.dresdner-stadtteile.de
www.huettenschaenke-dresden.de


© 2007 Jens Herbach