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Eisenbahnen in Sachsen


Wilsdruff — Döbeln-Gärtitz
Vorgeschichte und Bau

Mit der Eröffnung der Gesamtstrecke Wilsdruff - Gärtitz im November 1911 neigte sich der Schmalspurbahn-Bau in Sachsen seinem Ende entgegen. Die über 50 km lange WG-Linie verknüpfte die bestehenden 750-mm-spurigen Strecken bei Wilsdruff und Döbeln mit der Regelspur und brachte für die Dörfer der "Lommatzscher Pflege" den langersehnten Bahnanschluss. Das mittelsächsische Schmalspurnetz war charakterisiert durch liebevoll gestaltete Bahnhofsanlagen, interessante Brückenbauwerke und eine abwechslungsreiche Streckenführung.
Das Verkehrsbedürfnis der Stadt Wilsdruff war Ende des 19. Jahrhunderts in Richtung Meißen orientiert. Die 1886 eröffnete Schmalspurstrecke von Freital-Potschappel, die 1899 bis Nossen verlängert wurde, entsprach diesem Bedürfnis nur unzureichend. So entstanden zur Jahrhundertwende mehrere, zumeist regelspurige Projekte, die eine Verbindung Wilsdruffs mit Meißen vorsahen. Der sächsische Landtag genehmigte am 28.03.1900 mit dem Dekret Nr. 39 eine Schmalspurbahn Wilsdruff - Miltitz - Döbeln, die eine Länge von 53,28 km erhalten und ca. 6,45 Mio. Mark gekostet hätte. Zunächst waren aber nur 2,45 Mio. Mark im Etat 1900/01 bewilligt worden. Zur Linienführung im Triebischtal gab es unterschiedliche Meinungen. Schließlich einigte man sich zwei Jahre später auf die etwas längere und teurere Anbindung der Schmalspurstrecke zwischen Garsebach und Meißen, die auch einen Bahnanschluss in Lommatzsch ermöglichte. Das aus Kostengründen favorisierte Dreischienengleis bis zum Bahnhof Meißen Triebischtal lehnte die Staatsbahnverwaltung aus Sicherheitsgründen ab.
Im November 1904 fanden im Abschnitt Meißen - Lommatzsch erste Vermessungsarbeiten statt. An den geschätzten Baukosten in Höhe von 7,89 Mio. Mark beteiligte sich der Staat mit den bereits genehmigten 6,45 Mio. Mark. Der Rest der Bausumme war von den anliegenden Gemeinden aufzubringen. Da finanzielle Streitigkeiten das Projekt möglicherweise hätten scheitern lassen, richtete das Eisenbahnkomitee am 15.01.1906 ein diesbezügliches Schreiben an alle Beteiligten. Der Haltepunkt an der Preiskermühle wurde im Mai 1904 nach Kostenübernahme durch die Gemeinde Semmelsberg in das Projekt aufgenommen. Demzufolge war als Stationsbezeichung auch "Hp Semmelsberg" vorgesehen. Nicht alle Dörfer hatten das Glück, einen eigenen Halt an der Strecke zu bekommen. Die finanzkräftigeren Städte Wilsdruff und Meißen, die sich mit 7 000 bzw. 30 000 Mark am Bahnbau beteiligten, wurden hingegen mit neuen Bahnstationen bedacht.
Am 14.01.1907 genehmigte die Staatsregierung den Bahnbau und richtete in Garsebach und Lommatzsch Bahnverwaltereien ein. Am 9. April des Jahres begann die Enteignung des benötigten Landes im Abschnitt Wilsdruff - Lommatzsch, bei der Einsprüche nicht ausblieben.

Der Bahnbau zwischen Wilsdruff und Meißen begann offiziell am 05.08.1907. Anfang Oktober dehnte man die Arbeiten auf den Abschnitt Garsebach - Löthain aus. Im Bau befanden sich u.a. der Garsebacher Viadukt - die einst längste Schmalspurbrücke Deutschlands - und vier Triebischbrücken, die parallel zu den Bauwerken der Hauptbahn Borsdorf - Coswig angelegt wurden. Im Jahr 1908 befanden sich alle Brücken zwischen Wilsdruff und Garsebach im Bau. Die Brücken der Schmalspur im Triebischtal und den Viadukt hatte man vollendet. In Löthain wurden die Hochbauten im Bahnhof und das Wärterwohnhaus bei Stat. 208+32 fertiggestellt, in Jaspisstraße der Lokschuppen. Alle Gebäude entlang der Strecke, ausgenommen einige Hochbauten der Anschluss- und Abzweigbahnhöfe, entstanden nach Musterzeichungen der Königl. Sächs. Staaatseisenbahnen. Einige Baufirmen sind dazu bekannt:
     Klipphausen, Ullendorf-Röhrsdorf, Wilsdruff Hp:   Fa. Berthold & Burkhardt, Wilsdruff
     Garsebach:                                        Fa. Achilles, Nossen
     Jaspisstraße, Polenz, Preiskermühle, Taubenheim:  Fa. Gierth, Roitzschen
     Käbschütz, Leutewitz, Löthain, Zöthain:           Fa. Sproßig, Lommatzsch
     Mertitz Gabelstelle:                              Fa. Dreißig & Arnold, Lommatzsch
Im Abzweigbahnhof Wilsdruff wurden das Empfangsgebäude und der Güterschuppen entsprechend dem zu erwartenden Verkehrsaufkommen erweitert. Die für den 01.10.1908 geplante Eröffnung der Teilstrecke Wilsdruff - Löthain war nicht realisierbar.
Zwischen Schleinitz und Gärtitz starteten die Vorarbeiten im Juli 1908, vorrangig ab Gadewitz. Dazu hatte man schon am 01.08.1904 in Döbeln ein Baubüro eingerichtet. Im Dezember 1908 begann die Errichtung der Hochbauten auf Bahnhof Gärtitz, wozu auch zwei Stellwerke auf der Regelspurseite gehörten. Die neue Station lag zwar direkt an der Hauptbahn Riesa - Chemnitz zwischen km 22,765 und 23,655, diente aber im Personenverkehr nur der Schmalspurbahn.
Die Vorarbeiten für das Teilstück Mertitz - Schleinitz unter Leitung des Neubauamtes Lommatzsch liefen nach schwierigen Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern erst 1909 an. Auf Drängen des Taubenheimer Ziegeleibesitzers Hofmann kam es am 13.04.1909 zur Einrichtung eines beschränkten Güterverkehrs zwischen Taubenheim und Meißen Jaspisstraße, sechs Tage später folgte der Streckenabschnitt Garsebach - Löthain. Aus den Kaolinschächten bei Löthain bezog die Taubenheimer Ziegelei einen Teil des Rohstoffes. Die produzierten Hartbranntklinker waren von hoher Qualität und wurden deutschlandweit versandt.
Die Abnahmefahrt auf der Strecke Wilsdruff - Löthain fand am 25.09.1909 statt und am 1. Oktober des Jahres konnten die Einwohner zwischen Wilsdruff, Meißen und Löthain die Einweihung ihrer neuen Bahnverbindung feiern. Ein zeitgenössischer Bericht der "Volkszeitung" vermerkt: »Mit einem schrillen kreischenden Pfiff setzte sich am Freitag, den 1. Oktober der früh 6 Uhr 37 von Meißen-Triebischtal abgehende Zug, als der erste Personenzug auf der neuen Strecke, in Bewegung. Die Lokomotive war mit Ranken geschmückt, und vorn war ein Kranz angebracht, in dessen Mitte Witzbolde das Symbol der neuen Bahn, eine mächtige Rübe, befestigt hatten.«
Damit war der Begriff der "Rübenbahn" geboren. Auf den Zwischenstationen empfing man den Eröffnungszug mit gebührendem Jubel.

Am 27.11.1909 fand die Abnahme des Teilstückes Löthain - Lommatzsch statt und seit dem 1. Dezember des Jahres verkehrten die Züge durchgehend bis Lommatzsch. Dort nahm man für die Schmalspurbahn nur einen provisorischen einständigen Lokschuppen in Betrieb, der erst ab 1925 durch den heute noch existierenden Neubau ersetzt wurde.
Bereits am 01.12.1909 ging der neue Bahnhof Gärtitz in Betrieb, vorerst nur für betriebliche Zwecke. Dazu war das Dreischienengleis zwischen der Abzweigstelle Gadewitz und Großbauchlitz durch ein separates Schmalspurgleis parallel zur Hauptbahn ersetzt worden. Ab dem 01.10.1909 konnte so ein unabhängiger Zugbetrieb durchgeführt werden.
Der eigentlich für 1910 angedachte Baubeginn Mertitz - Gärtitz fand wiederum erst ein Jahr später statt: Ab dem 03.01.1911 widmete man sich dem Teilstück Schleinitz - Gärtitz. In einer Zugpause in der Nacht vom 31.05. zum 01.06.1911 wurde die Brücke über die RC-Linie bei Gadewitz montiert. Der Lückenschluss nach Mertitz erfolgte ebenfalls 1911, so dass, zwei Tage nach der feierlichen Eröffnung, am 27. November des Jahres die Gesamtstrecke Wilsdruff - Gärtitz planmäßig in Betrieb genommen werden konnte. Der "Döbelner Anzeiger" berichtete damals: »Das von unserer Landschaft lang ersehnte Ereignis der Eröffnung einer Bahn ist nun zur Wirklichkeit geworden. Überall waren die schmucken kleinen Bahnhöfe und die Ortschaften am heutigen Festtage mit Girlanden und Fahnen geschmückt, und als der erste Zug auf der neuen Bahn sich nahte, da donnerten Böllerschüsse als Zeichen der Freude der Anwohner. Überall festlich gestimmte Menschen, und aus ihren Augen leuchtete die Freude darüber, daß wir sie endlich haben: Unsere Bahn! [...] Der jetzt in Betrieb kommende letzte Teil der Bahn Wilsdruff - Meißen - Lommatzsch - Gärtitz - Döbeln ist ein fast rein ländlicher. Mit Vergnügen hat man bei der heutigen Einweihungsfahrt gesehen, wie unberührt diese Landschaft von Rauch und Schornsteinen ist. Durch die Bahn kann aber auch in dieses Idyll Leben kommen. Die vor zwei Jahren eröffnete Teilstrecke Meißen - Lommatzsch hat alle Erwartungen übertroffen. Möge das Bähnchen Mertitz - Gärtitz auch einen so raschen Aufschwung nehmen! [...]« [1],[3],[4],[8],[9],[10],[11]

Betrieb und Stilllegung

Der anfangs nur für den Personenverkehr konzipierte Bahnhof Jaspisstraße wurde im Frühjahr 1913 erweitert. Die Wartehalle erhielt einen Anbau und es entstanden umfangreiche Anlagen für die Güterabfertigung, sowie die Lok- und Wagenbehandlung. Im September 1914 erfolgte der Ausbau der Station Taubenheim für den Güterverkehr. Die Wartehalle wurde erweitert, da man aus Kostengründen auf ein neues Stationsgebäude verzichtete. Am 15.10.1914 gingen die Anlagen in Betrieb. Der als Stumpfgleis ausgeführte Streckenabschluss in Meißen Triebischtal blieb bis zum Ende der Schmalspurbahn ein ungeliebtes Provisorium. Die jahrzehntelangen Bemühungen, das Land für ein zweites Gleis zum Umsetzen der Lokomotive zu erwerben, scheiterten aufgrund der hohen finanziellen Forderungen der angrenzenden Gärtnerei.
In Käbschütz diente ein massives Lagergebäude am Bahnhofsende der "Jenschmühle" Kleinkagen als Futtermittellager und Kohlenhandel. Ein um 1930 geplanter Gleisanschluss wurde nicht angelegt.
Mit dem Bau der Reichsautobahn bei Wilsdruff musste 1934 die Schmalspurbahn zwischen km 1,766 und 2,529 verlegt werden. Zur Unterführung des Gleises und eines Wirtschaftsweges entstand ein 10,1 m breites und 6,0 m hohes Betonbauwerk. Für die Beschäftigten im Ortsteil Buschbad richtete die Deutsche Reichsbahn am 17.05.1943 einen Haltepunkt an der Schmalspurstrecke ein.
In den Jahren 1949 und 1962 kam es auf dem Garsebacher Viadukt zu tödlichen Unfällen, die auf Bremsversagen und überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen waren.
Die Stilllegungsliste der DR war in den 60er Jahren lang und ganz oben stand die steigungs- und brückenreiche, damit unterhaltungsaufwändige Strecke Wilsdruff - Löthain. Der Beginn war wie so oft die Ausdünnung des Zugangebotes und der verstärkte Parallelverkehr durch Buslinien. So verkehrten 1964 nur noch zwei werktägliche Personenzugpaare und an Sonntagen ruhte sogar der Personenverkehr. 1965 musste im Triebischtal eine Behelfsbrücke eingebaut werden - der willkommene Anlass, die wenigen verbliebenen Reisenden mit den damals üblichen Phrasen auf die in Aussicht genommene Stilllegung der Bahn vorzubereiten. Die Zustimmung der betroffenen Städte, Gemeinden und Transportkunden war nur noch Formsache.

Am 21.05.1966 hieß es dann Abschied zu nehmen von der vertraut gewordenen Bimmelbahn. Viele der Fahrgäste waren in historischer Kleidung erschienen. Bei schönstem Frühlingswetter geriet die Abschiedsfahrt zu einem Volksfest. Den P 1759 zog 99 713 von Meißen nach Wilsdruff; auf dem Teilstück nach Löthain kam der mit Girlanden und Blumen geschmückten 99 608 die traurige Aufgabe zu, den P 1805 als letzten Zug zu befördern. Ende Juli des Jahres endete hier auch der Güterverkehr. Mit der Genehmigung des Verkehrsministeriums vom 24.04.1967 begann der Rückbau der Gleisanlagen Garsebach - Löthain.
Am Nachmittag des 29.07.1966 verließ der letzte durchgehende Güterzug Meißen in Richtung Wilsdruff, danach sperrte man das Gleis Garsebach - Meißen. Bis zum Jahresende 1968 wurde nur noch die BHG in Ullendorf-Röhrsdorf von Wilsdruff aus bedient. Offizieller Verkehrsträgerwechsel im Güterverkehr war erst am 01.07.1969. Der Gleisrückbau durch das Hoch- und Tiefbaukombinat Döbeln dauerte bis 1971. Anfang der 70er Jahre verfüllte man die Autobahn-Unterquerung.
Zwischen Kleinmockritz und Döbeln-Gärtitz verkehrte am 31.05.1969 der GmP 11322 mit 99 542 als letzter Zug. Die wenigen Wagen waren festlich geschmückt und voll besetzt - wie auch heute noch üblich, wollten all jene, die sonst eine Bahnfahrt verschmähten, am Ereignis teilhaben. Sogar eine Kapelle spielte zum Abschied. Man zeremonierte den "Verkehrsträgerwechsel" ...
Eine Woche später unterbrach man das Streckengleis bei Simselwitz für den Bau der A 14 Dreieck Nossen - Leipzig. Der Bahnhof Döbeln-Gärtitz war damit entbehrlich geworden und wurde bis auf einige Nebengleise der Regelspur zurückgebaut.
Am 04.01.1970 legte man bei Schnee und winterlicher Kälte auch den Abschnitt Mertitz Gabelstelle - Kleinmockritz still. Den letzten Zug am Vortag, der aufgrund des schlechten Oberbaus für die 12 km ab Lommatzsch fast eine Stunde Fahrzeit benötigte, beförderten 99 542 und 99 600. Der Rückbau war im Mai 1971 abgeschlossen.
Das bei Löthain im Tiefbau geförderte Kaolin verhalf dem Reststück Löthain - Lommatzsch noch zu einer Gnadenfrist bis ins Jahr 1972. Nachdem der Bahnhof Deutschenbora und die Straßenkonkurrenz den Kaolinversand übernommen hatten, hieß es am 28. Oktober des Jahres Abschied zu nehmen vom letzten verbliebenen Teil der Schmalspurbahn Wilsdruff - Gärtitz. Begleitet von vielen Eisenbahnfreunden zog 99 1562 den letzten GmP über die Strecke. Bei einem Halt an der Maunaer Mühle versah man die Lok mit angemessenem Blumenschmuck. Ab Löthain hatte das Lokpersonal die Dampfglocke nicht mehr abgestellt und bimmelnd und pfeifend verkündete der Zug bei seiner Einfahrt in Lommatzsch das Ende einer Schmalspurära. Der VEB Kraftverkehr hatte die Regie übernommen. Im folgenden Jahr begann auch hier der Abbau der Gleisanlagen. Ein Rückbauzug kam dabei nicht zum Einsatz.

Die Brückenüberbauten demontierte man fast ausnahmslos und einige der noch erhaltenen Hochbauten wurden abgerissen. Die Betonplatte auf zwei Pfeilern der EÜ km 44,5 wurde im März 1974 durch das Autobahnbaukombinat gesprengt, die Widerlager des Kreuzungsbauwerks Gärtitz sprengte man im März 1976. Auf dem Gelände des Bahnhofs Jaspisstraße vernichtete im gleichen Jahr der Neubau eines Heizkraftwerks fast alle Spuren. Der Bahnhof Leuben-Schleinitz ist seit 1978 mit Einfamilienhäusern überbaut.
Mitte der 80er Jahre begannen Wilsdruffer Eisenbahnfreunde mit der Restaurierung des Haltepunktes Wilsdruff. Die 1984 gegründete IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff übernahm zwei Jahre später das Gelände samt baufälliger, nun aber denkmalgeschützter Wartehalle und gestaltete es in mühevoller Arbeit zu einer "eisenbahnhistorischen Schauanlage". Zu Pfingsten 1996 wurde eine ständige Ausstellung im restaurierten Gebäude eröffnet und das Schmuckstück in der originalen Farbgebung der Königl. Sächs. Staatseisenbahnen der Öffentlichkeit präsentiert. Ein Besuch - auch außerhalb der Öffnungszeiten - kann nur empfohlen werden! Gleiches gilt für das "Schmalspurbahnmuseum Löthain": Seit 1992 haben die Mitglieder des Heimatvereins Käbschütztal aus der ehemaligen Wartehalle ein Schmuckstück entstehen lassen. 2002 begann man mit der Einrichtung eines kleinen Museums, das den Besucher heute in die "gute alte Schmalspurzeit" zurück versetzt. Im Jahr 2000 erfolgte übrigens der längst fällige Denkmalschutz für die verbliebenen Hochbauten zwischen Löthain und Lommatzsch.
Die originale Stampfbetonbrücke der B 101 mit 14 m lichter Weite (1908 für 12 004 M erbaut) ersetzte man 1993 durch ein überschüttetes Wellstahlrohr. Das Empfangsgebäude in Mertitz Gabelstelle wurde 1997 an Privat verkauft und zweckgebunden saniert. Teile der Trasse werden als Wander- und Radweg genutzt. Hektometersteine waren nur zwischen Taubenheim und Käbschütz auffindbar (Stand März 1998, Suche in zugänglichen Trassenabschnitten): 87, 90, 91, 107, 112, 127, 130, 132, 187, 188, 192, 193, 195, 196, 197, 202, 205, 236, 240, 241, 247, 265, 267, 268 und 274. Im Triebischtal wurden die Steine der Hauptbahn einheitlich auf die linke Seite versetzt, um Verwechslungen mit der Schmalspur-Kilometrierung auszuschließen. [1],[2],[3],[4],[8],[9],[10]

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Quellen

[1] Kenning: "Schmalspurbahnen um Mügeln und Wilsdruff", Verlag Kenning, Nordhorn 2000
[2] Högemann, Kenning: "Das Schmalspurnetz Mügeln", Verlag Kenning, Nordhorn 1995
[3] Kenning: "Das Schmalspurnetz Wilsdruff", Verlag Kenning, Nordhorn 1995
[4] Wunderwald: "Das Wilsdruffer Schmalspurbahnnetz", IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff e.V., Wilsdruff 1995
[5] Scheffler: "Schmalspur-Heizhäuser in Sachsen", Verlag Kenning, Nordhorn 1996
[6] Scheffler, Wunderwald: "Die Bahnlinie Riesa - Nossen", Wilsdruffer Bahnbücher, Wilsdruff 2004
[7] Raunitschke: "Der Eisenbahnknotenpunkt und das Nahverkehrswesen der Stadt Döbeln", Deutsche Reichsbahn, Döbeln 1982
[8] Scholz, Wagner, Wunderwald: "Die Schmalspurbahn Wilsdruff - Meißen Triebischtal", IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff e.V., Wilsdruff 1999
[9] Wagner, Wunderwald: "Die Schmalspurbahn Lommatzsch - Löthain - Meißen Triebischtal", IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff e.V., Wilsdruff 1997
[10] Scholz, Wagner, Wunderwald: "Die Schmalspurbahn Lommatzsch - Döbeln", IG Verkehrsgeschichte Wilsdruff e.V., Wilsdruff 2001
[11] Scheffler: "Garsebach - Lommatzsch" aus "Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland", Sammelwerk GeraNova-Verlag
[12] Scheffler: "Mertitz Gabelstelle - Döbeln-Gärtitz" aus "Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland", Sammelwerk GeraNova-Verlag
[13] Wunderwald: "Wilsdruff - Meißen Triebischtal" aus "Neben- und Schmalspurbahnen in Deutschland", Sammelwerk GeraNova-Verlag
[14] "Eisenbahn-Journal Archiv (Sachsenreport)", Band 5 und 8
[15] Wagner: "Schmalspurig durchs Meißner Land", DMV der DDR, Radebeul 1987
[16] "Der Preßīkurier", Hefte 2-4/2003
[17] "Modelleisenbahner", Heft 02/2001
[18] Scheffler: "Damals in Lommatzsch" in "eisenbahn magazin", Heft 4/1994
[19] Unterlagen der Eisenbahn-Schlussvermessung von 1909/10
[20] Informationen von U. Jankowski
[21] schmalspurbahnmuseum.jimdo.com